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ERICH UND ERNA KRONAUER-STIFTUNG

SCHWEINFURT

Deutschfeldstr. 39  •  97422 Schweinfurt  •  Tel. 09721 33411  •  Fax 09721 386407  •  E-Mail
 
 
Stiftungsjubiläum
2011            

Begrüßung

Rede Tischrede Fotos        
 
 

Begrüßung durch Erich Kronauer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr verehrte Frau Grieser, Ehrenbürgerin der Stadt Schweinfurt,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Freunde,

ich möchte Sie und Euch, auch im Namen meiner Frau nochmals sehr herzlich begrüßen und Euch danken, dass Ihr Erich Kronauergekommen seid, mit uns ein dreifaches Jubiläum zu feiern: einmal das 10-jährige Bestehen unserer Stiftung, die Ausgangs des letzten Jahrhunderts gegründet wurde und außerdem den 160. Geburtstag der beiden sogenannten "Stifterfiguren".

Ich muss gestehen, dass ich selbst etwas überrascht war, Erna und mich nunmehr unter den, so möchte ich es einmal euphemistisch ausdrücken, Senioren wiederzufinden. Hier scheint mir aber ein Vergleich mit den Temperaturansagen doch angebracht, weil es nach meinem bzw. unserem Empfinden zwar kalendermäßig 80 Jahre sind, dagegen doch nur gefühlte 70!!
Ich beeile mich hinzuzufügen, dass natürlich nur die kleinere Hälfte der einhundertsechzig Jahre auf meine liebe Frau entfällt!!

Im Gymnasium nach dem Krieg - Erna und ich waren beide in der selben Klasse - hatten wir das Glück, von einem menschlich und fachlich außergewöhnlichen Pädagogen, einem Historiker, zur intensiveren Beschäftigung mit der Geschichte ermuntert zu werden. Die Beschäftigung mit ihr und insbesondere mit der neuesten Geschichte, wurde so zu einem steten Begleiter in unserem Leben. Und eines Tages kam uns dann der Gedanke, eine Stiftung für jüngere Historiker ins Leben zu rufen. Diese sollte, so war unsere Vorstellung, eine junge Generation von Historikern dazu ermutigen, mit kritischem Blick gerade unsere jüngste Geschichte wissenschaftlich zu erforschen, nach Möglichkeit frei von einem einengenden Zeitgeist und nur der Wahrheit verpflichtet.

In diesem Zusammenhang gilt unser besonderer Dank Herrn Professor Nolte, zu dem wir nach der Lektüre seines weltbekannten Buches, "Der Faschismus in seiner Epoche" und weiteren Werken erste briefliche Kontakte in den 80er Jahren aufnahmen. Jahre später, bei unserer ersten persönlichen Begegnung 1999 in Nürnberg, als wir das Projekt einer Stiftung mit ihm und seiner Gattin diskutierten, meinte er, dass die Stiftung neben der Förderung wissenschaftlicher Arbeiten, vor allem auch öffentlichkeitswirksam einen Preis vergeben sollte. Daraus wurde dann der "Historiker-Preis" unserer Stiftung, der seit dem Jahr 2000 inzwischen sechs Mal vergeben werden konnte.

Herr Nolte ist seit dieser Begegnung in Nürnberg unserer Stiftung eng und freundschaftlich verbunden, ja er ist Teil unserer Stiftung. Wie sehr sie ihm am Herzen liegt, zeigt am besten seine großzügige Geste, das Preisgeld, das er bei der Verleihung des "Konrad Adenauer-Preises" erhielt, spontan unserer Stiftung zukommen zu lassen.

Wir sind sehr dankbar, dass wir einen der bedeutenden Geschichtsdenker unserer Zeit für unsere Sache gewinnen konnten und wir freuen uns über die daraus erwachsene fruchtbare und vertrauensvolle Zusammenarbeit und Freundschaft.

An dieser Stelle ist es mir aber auch ein Bedürfnis, den treuen Wegbegleitern in unserem Kuratorium für Ihr Mitwirken nochmals herzlich zu danken, nämlich Dr. Alfred Bayer, Wilhelm Böhm, Hans-Jürgen Ditges, Professor Manfred Funke, Professor Volker Kronenberg, Professor Ernst Nolte, Wolfgang Schineis und Klaus Stapf.

Danken möchte ich auch Frau Gudrun Grieser, die unser Anliegen als Oberbürgermeisterin von Anfang an tatkräftig und einfühlsam unterstützt hat.

Über uns beide selbst wurde bei früheren Geburtstagen so meine ich, eigentlich alles gesagt. Ein kleines Résumée unseres bisherigen Lebens finde ich aber doch in den Worten des "Türmers Lynkeus" aus Goethes Faust II, er sagt:

"Ihr glücklichen Augen
was je ihr gesehen,
es sei wie es wolle,
es war doch so schön."

In diesem Sinne und wie immer hoffnungsfroh in die Zukunft blickend, möchte ich etwas salopp hinzufügen: noch ein bisschen weiter so! - weiter so, im Kreise der uns freundschaftlich verbundenen Menschen, denen wir heute für diese Freundschaft herzlich danken möchten.
Danken möchten wir auch für die großzügigen Spenden zugunsten unserer Stiftung. Sie werden noch in diesem Frühjahr zur Unterstützung verschiedener Forschungsarbeiten vergeben werden.

Ich denke, der Schampus hat die allgemeine Stimmung ja schon etwas angehoben, sodass wir uns, quasi als hors d´oeuvre vor dem Festessen, nunmehr geistigen Genüssen zuwenden können.

Zuerst spricht zu uns Herr Oberbürgermeister Remelé, dann hören wir einen Vortrag von Herrn Professor Nolte aus Anlass des Jubiläums von Stiftung und Stiftern. Danach folgt ein Konzert des "Duo Concertant", dargeboten von Herrn und Frau Kügler, beides ausgewiesene Künstler auf der Klarinette und am Klavier. Zum Vortrag kommen romantische Stücke des 19. Jahrhunderts und vielleicht als Zugabe ein Adagio von Albinoni, einem Komponisten des 18. Jhd., das wir uns zusätzlich gewünscht haben.

Nach dem Konzert, das ca. eine Stunde dauern wird, treffen wir uns dann, nach einem kleinen Spaziergang im Hotel Ross zum Festschmaus.

Ich danke Euch.